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IT-Markt in Bewegung

Gartner veröffentlicht IT-Trends 2012

Konstantin Böhm, Geschäftsführer Ancud IT-Beratung GmbH, zu den IT-Trends 2012:

„Der User will zukünftig Anwendungen auf jeglichem Gerät nutzen können, ohne aufwendige Konfiguration oder Installationen vornehmen zu müssen. Die Unternehmens-IT wird also verstärkt über Web und Mobile Clients genutzt. Parallel zur Virtualisierung von Servern durch Cloud-Konzepte wird die IT auch im Frontend unabhängiger von der Clienthardware. Portaltechnologien müssen dem Rechnung tragen und ebenfalls Unabhängigkeit schaffen. Das ist bereits voll im Gange, die Virtualisierung des Desktops entwickelt neue spannende Formen wie beispielsweise Quakamole. Cloud und Virtualisierung schaffen wiederum Flexibilität im Betrieb von IT.“

Das amerikanische Beratungshaus Gartner hat die für das Jahr 2012 strategisch relevanten Technologien herausgegeben. Sie werden in den nächsten drei Jahren eine große Rolle in der IT-Geschäftswelt spielen. Die einzelnen Technologien möchten wir Ihnen im Nachfolgenden vorstellen:

  • Tablets: Zukünftig wird keine spezielle Plattform bzw. Technologie im Bereich Mobile Computing dominieren. Firmen sollten ihr Management deswegen so ausrichten, dass Kunden und Mitarbeiter unterschiedliche Clients einsetzen können.

  • Apps für mobile Geräte: Neue User-Interfaces von mobilen Geräten ersetzen die bisherigen grafischen Oberflächen. Touch-Screen, Spracherkennung und Videos liegen hier im Trend. Einfach gestaltete Apps können zu komplexen Lösungen zusammengesetzt werden. Bei der Entwicklung von Apps sollte zudem darauf geachtet werden, dass diese mit verschiedensten Gerätetypen kompatibel sind.

  • Kontextbezogenes Computing: Bis 2013 wird es kontextbezogene Applikationen geben, die sich u.a. für Mobile Commerce, mobile Geräte und standortbezogene Services eignen. Mit dem Trend zu sozialen Netzwerken wächst auch die Bedeutung von sozialen Informationen, die wiederum Schlüsselquelle für kontextbezogene Informationen sind.

  • Internet of Things (IoT): Zukünftig werden immer mehr Produkte, die sowohl Sensoren als auch Intelligenz aufweisen, mit dem Internet verbunden. Kernelemente des IoT sind laut Gartner Sensoren, Technologien zur Bildwahrnehmung sowie „Near Field Communication“

  • App Stores und Marktplätze: Bis 2014 wird es pro Jahr rund 70 Mrd. Downloads von mobilen Apps in App Stores geben. Firmen sollten vielfältige Ansätze zur Steuerung von App Stores entwickeln und Apps nach Chancen und Risiken segmentieren.

  • Datenanalyse: In den nächsten Jahren wird vor allem die Analyse von komplexen Daten wie Texte, Videos etc. an Bedeutung gewinnen. Weiterer Trend ist die integrierte Analyse von Daten. Darüber hinaus wird sich die Datenanalyse Richtung Cloud bewegen.

  • Big Data: Aufgrund der zunehmenden Komplexität und Menge von Daten werden neue Technologien wie bspw. In-Memory DBMS zukünftig eine große Rolle spielen. Auch werden nicht alle Daten in einem einzigen Data Warehouse gespeichert. Der Trend geht hin zu „logischen“ Data Warehouses, die Informationen aus verschiedensten Quellen zusammentragen.

  • In-Memory Computing: In-Memory Applikationsplattformen liegen im Trend. Diese beinhalten In-Memory Analysen, Event Processing-Plattformen, In-Memory Applikationsserver, In-Memory Datenmanagement und In-Memory Messaging.

  • Geringer Energieverbrauch von Servern: Derartige Anwendungen sind beispielsweise gut für Map/Reduce Workloads geeignet. Jedoch benötigen die meisten Applikationen eine stärkere Prozessorleistung und Server mit geringerem Energieverbrauch bringen hohe Managementkosten mit sich.

  • Cloud Computing: Firmen verlagern immer mehr Daten in die Cloud bzw. bauen eigene Cloud-Infrastrukturen auf. Der Schwerpunkt wird 2012 darauf liegen, Cloud-Umgebungen aufzubauen und Cloud-Services anzubieten. Darüber hinaus kommen neue Zertifizierungsprogramme wie FedRAMP oder CAMM zum Einsatz, um für Sicherheit beim Cloud Computing zu sorgen.

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