Camunda meets Liferay

Liferay und Camunda sind beides Open-Source-Projekte, die alteingesessene Anbieter durch ihre Agilität und Marktnähe das Fürchten lehren. Beide punkten durch die besondere Flexibilität bei der Umsetzung von Kundenbedürfnissen und ihre Leistungsfähigkeit. Durch die Quelloffenheit lassen sich Abhängigkeiten von proprietären Herstellern abbauen.

Die Wege der Integration und die Benefits

  • Die Integration einer BPM-Engine wie Camunda mit einem Portal wie Liferay kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen: 
  • Geschäftsprozess-Anwendungen können mit einem einheitlichen Portal-Frontend versehen werden.
  • Die Verwendung einer losgelösten Prozess-Engine entkoppelt Prozesse und ihre Darstellung. Dadurch entsteht Flexibilität in der Prozessgestaltung. Anpassungen werden schneller und einfacher.
  • Typische Portal-Workflows können durch Verwendung von Camunda als Engine mit anderen Systemen verknüpft werden. So wird echte Orchestrierung in einer serviceorientierten Architektur erst möglich. Das ist wichtig, denn Anwendungs-übergreifende Geschäftsprozesse sind in Unternehmen eher die Regel als die Ausnahme.
  • Durch den Einsatz von Liferay als Portal lassen sich Rechte und Rollen für Geschäftsprozesse sauberer verwalten.
  • Mit einem Liferay-Portal lässt sich ein zentrales Steuerportal für Prozess-Bearbeitung, -Kontrolle und -Monitoring realisieren. Obwohl die Prozesse verteilt ablaufen, existiert ein zentraler Anlaufpunkt, der dem Benutzer eine stimmige Gesamtsicht vermittelt. Das entschlackt Arbeitsprozesse und vermeidet anstrengende Kontext-Wechsel.
  • Bei Integration von Prozess-Elementen in den Suchindex werden Prozesse plötzlich zum durchsuchbaren Teil des Unternehmenswissens.

 

Camunda: Die BPMN-Engine

BPMN (Business Process Model and Notation) ist ein offener Industrie-Standard für die grafische Modellierung von Geschäftsprozessen (standardisiert nach ISO/IEC 19510:2013, entwickelt von der Object Management Group als OMG BPMN 2.0.1). Das Besondere: neben der Notation ist auch die Ausführungssemantik standardisiert. BPMN-Modelle können also mit einer Geschäftsprozess-Engine wie Camunda technisch ausführbar gemacht werden.

So wird Prozessautomatisierung für Fachbereiche greifbar. Die grafische Sprache der BPMN ist im Gegensatz zu rein technischen Modellen oder gar ausprogrammierten Prozessen auch für nicht-technische Anwender unmittelbar verständlich. Dadurch werden Fachangestellte in die Lage versetzt, ihre Prozesse klar zu formulieren und ohne lange Umsetzung-Projekte in IT-gestützte Abläufe zu übertragen.

BPMN-Modelle können dazu dienen, technische und menschliche Prozessbeteiligte zu orchestrieren. Interaktion zwischen verschiedenen Prozessschritten können sauber abgestimmt und in Einklang gebracht werden – ganz gleich, ob es sich um Teilprozesse in bestehenden technischen Lösungen wie ERP-, CRM- und In-House-Systeme oder um Aufgaben für menschliche Sachbearbeiter handelt.

Die Nutzung BPMN-gesteuerter Prozesse schafft Flexibilität. Technisch unterstützte Prozesse bieten enormes Automatisierungspotential bis hin zum Einsatz von prädiktiven Data Mining Methoden. Monitoring und Erfassung aller wichtigen Prozessmetriken wird ebenfalls zum Kinderspiel, da Daten bereits in geeigneter Form vorliegen und nur von einem einzigen Ort – der Prozess-Engine – abgeholt werden müssen.

Liferay: Das Portal

Ein zentrales Unternehmensportal wie Liferay bietet Mittel für Social Collaboration und Vernetzung an. Häufig wird es genau so genutzt. Aber Liferay ist viel mehr als das. Liferay stellt eine ganze Plattform für Business-Applikationen zur Verfügung.

Seit Version 6.2 bietet Liferay Responsive Design und ist damit bereit für das Zeitalter der mobilen Geräte. Mit der Interface-Bibliothek AlloyUI entstehen intuitive und ansprechende, einheitliche User Interfaces für den Arbeitsplatz der Zukunft. Das Portal wird der zentrale Anlaufplatz für die Arbeitsgestaltung von Wissensmanagement bis zu Aufgabenverteilung und -bearbeitung.

Liferay bringt die Paradigmen des Web 2.0 in Unternehmen hinein: Arbeit mit Information heißt für die Generation Google die selbstverständliche Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Volltextsuche. Single Sign On baut Barrieren zwischen Teilsystemen ab. Personalisierbare Bereiche schaffen Individualität. Differenzierte Rechte-/Rollen-Modelle sorgen dafür, dass jeder die Kontrolle über seine Daten behält. Selbst externe Partner und Kunden können so im selben Portal mit internen Mitarbeitern interagieren. Mehr und mehr werden auch APIs, Embedded Analytics, Schnittstellen und Sichten auf Daten als eigene Dienstleistung und Geschäftsmodell wichtig – z.B. die Zweitverwertung von Daten, die als Abfallprodukt bei internen Prozessen anfallen und für andere Firmen nützlich sein können oder anonyme Benchmarks für Kunden.

All das ist im heutigen Alltags-Leben beinahe selbstverständlich – nicht aber in Unternehmen, die noch in der Prä-Portal-Ära stecken geblieben sind. Liferay macht den Wandel möglich.

Von der technischen Seite ist Liferay komplett serviceorientiert ausgelegt. Die Interaktion mit Drittsystemen ist also kein Störfall, sondern von vornherein vorgesehen.

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